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Jul 13

Guidos Film Update zum Dritten – 7 Psychos & Tall Man

Hallihallo und rein spaziert! Willkommen zum dritten Teil meiner völlig unstrukturierten Filmreviews.

Diesmal aus aktuellem Anlass (aktuell weil ich zwei Filme neulich gesehen habe, die mich beide umgeworfen haben. NICHT weil diese Filme NEU wären… beide sind von Mitte bis Ende 2012) über 2 Perlen der Filmkunst.

Und das (wie bei mir üblich) nicht wegen der beeindruckenden Bilder und dem tollen Sound, sondern eher wegen der überzeugenden Machart und der herrlichen Geschichten, die erzählt werden.

Bei Tall Man besteht  – – – S P O I L E R – – – Gefahr, also nicht lesen wenn Ihr die Überraschung selber erleben wollt.

Aber erstmal zu 7 Psychos. Ich mag ja abgedrehte Gangsterfilme. Und sehr mag ich Selbstironie in Filmen. Hier trifft beides perfekt aufeinander.

MV5BMTgwMzUxMjc0M15BMl5BanBnXkFtZTcwMzQ2MjYyOA@@._V1_SX214_Die Besetzung ist ein Traum. Collin Farrel weiss (für mich) zum ersten Mal zu überzeugen, spielt einen melancholichen und irgendwie furchtbar passiven Drehbuchschreiber, der wirklich SEHR uninspiriert ist. Doch wozu hat man Freunde…

In diesem Falle den Filmcharakter von Sam Rockwell, der wie für Sam Rockwell üblich stets so schräg dreinblickt dass man nicht weiss ob er diabolisch böse oder einfach nur schmerzhaft beschränkt ist. Hier ganz klar irgendwie beides. Jedenfalls führt Billy den Hauptcharakter zur titelgebenden Idee für das Drehbuch.

Und wenn man weiss, dass Tom Waits als übelster Psycho von allen, Christopher Walken als philosophischer Hundeentführer und last but not least Woody Harrelson (hat der Mann schonmal einen schlechten Film gemacht?) auftreten, muss man meiner Meinung nach garnicht mehr lange nachdenken.

Hier schlägt der Cast jede kleine Schwäche von Drehbuch und Regie. Eine wahre Freude zuzuschauen wie sich Wendung um Wendung aneinanderreiht und das Ganze doch irgendwie zu einem glaubwürdigen Ende findet 😉

 

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Und nun zum Tall Man. Wir stiessen darauf, weil die vollmundige Kritik sagte „Wenn Sie 6th Sense spannend fanden, wird Sie dieser Film begeistern…“. Also los… Und dann: nix dergleichen, eine halbe Stunde furchtbare Langeweile, denn man wusste ja durch die Anfangssequenz schon, dass Jessica Biels Charakter die böse Entführungsnacht überleben würde… Also WOZU das Ganze, es schien absolut ein lahmer Schema F – Thriller zu sein…

Und dann DOCH etwas komplett Unerwartetes, Doppelbödiges… nein, mehrfach doppelbödig. Und jede Wendung war wirklich nachvollziehbar, nur so unerwartet, dass sie meist ein paar Minuten brauchte, um Gewissheit zu werden.

Vor allem aber lässt der Film einen am Ende mit einem moralischen Dilemma zurück, das sich nicht auf den ersten Blick auflösen lässt.

Also, nicht ZUviel erwarten, aber auch nicht zu schnell aufgeben den Film.

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