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Mrz 10

Guidos Film Update zum nächsten – Cabin in the Woods

Ja, was war ich damals jung und naiv… Damals, als ich dachte, ein regelmässiger Blog müsste doch zu stemmen sein, schliesslich hat man ja eine eifrige Frau zur Unterstützung…

Aber siehe da, weder im Rollenspiel Bereich noch bei „Gott und/oder die Welt“, hab ich jemals wieder was von mir hören lassen.

Ich bin fast sicher, das Internet gibts garnicht, schliesslich müsste es sich doch mal bei mir beschweren kommen, dass ich so passiv bin…

Anyway, heute mal zum Thema Filme, aus speziellem Anlass:The-Cabin-in-the-Woods

The Cabin in the Woods ist ein kleines Juwel, über das ich nur zufällig gestolpert bin. Zwar ist dieser Film weder vollständig rund noch 100% konsequent, aber er bringt genug Sachen genügend eloquent zusammen um eine Meeeeenge Spass zu haben.

Es handelt sich um eine Art Meta-Horror Film. Ja, so wie Scream einer sein wollte. Nur verlässt er den Grusel deutlicher und schneller und wendet sich mehr und mehr dem abgedrehten doppelten Boden der Hütte im Wald zu. Und das macht soviel Spass, dass ich ihn garnicht sauber in Worte fassen kann.

In Kürze (und nein, ich denke, ich spoilere niemanden zu sehr, man ahnt doch recht schnell was abgeht, finde ich): Unter der Hütte befindet sich quasi der Grund für diesen und viele andere klischeehafte Horrorfilme, und es ist eine gigantische Maschinerie, die da betrieben wird.

Der einzige Zweck, seit jeher wohl: Die Alten Götter besänftigen, mit Blutopfern. Aber Blutopfern von Freiwilligen, und das sind die lieben Wochenendbewohner der Hütte, indem sie sich klischeehaft durch das Horrorfilmsetting tasten (Randy aus Scream hätte sein wahre Freude an dieser Logik).

Dabei sind die beiden Hauptnebendarsteller von jenseits des doppelten Bodens wirklich die Stars des Films. Signourney Weaver’s Gastauftritt enttäuscht beinahe. Und die jugendlichen Hüttenbewohner sollen ja austauschbare Abziehbilder sein, sind’s auch, aber dennoch gut besetzt.

Alles in allem kann ich garnicht viel schreiben, man sollte ihn sich einfach reinziehen. Und ja, es ist mir absolut klar, dass es Geschmackssache ist, mein holdes Eheweib fand ihn zum Beispiel nur doof. Trotzdem – für mich ein Muss!

 

Was gab’s sonst Neues? S.o. zur Blog-Trägheit – Ich hatte mooonatelang zwei Fresszettel mit allen Filmen, die ich seit dem letzten Filmbeitrag gesehen hatte, physich und seelisch mit mir rumgetragen, aber nie kam ich dazu, endlich mal was zu schreiben. Und vor ein paar Wochen entschloss ich mich dann endlich, das ein für alle male aufzugeben.

Drum hier noch wenigstens, meinem alten Gewissen geschuldet, ein rudimentärer Streifzug durch das von mir Konsumierte. Dabei werde ich mir selbstredend nicht die Mühe machen und es chronologisch oder thematisch zu gruppieren oder gar ein Ranking einzuführen. Immerhin verwende ich Satzzeichen und Absätze 😛 :

MV5BMjAyMzI0NTU0NF5BMl5BanBnXkFtZTcwODc0MjAwNQ@@._V1._SY314_CR11,0,214,314_Ryan  vs. MV5BOTI3ODk1MTMyNV5BMl5BanBnXkFtZTcwNDEyNTE2Mg@@._V1._SY314_CR5,0,214,314_Ryan:

Ich weiss garnicht mehr ob ich’s im ersten Filmreview schon geschrieben hatte, aber es scheint sich mehr und mehr herauszukristallisieren, dass Ryan Gosling ein ziemlich 100%iger Garant für gute Filme ist, und das absolut unabhängig vom Genre.

Seien es Thriller,

  • Drive – heftig, hart, übel ausweglos, genial!…
  • Fracture, das perfekte Verbrechen – intelligent gespieltes Psychoduell
  • All Beauty Must Die – schräg aber intensiv
  • Ides of March (Politthriller, auch abgesehen von Gosling perfekt besetzt),

Liebeskomödien (Crazy Stupid Love fand ich ja sowas von überraschend gut für eine Liebeskomödie),

oder gar Superschnulzen (Wie ein einziger Tag),

der Kerl gefällt mir bisher in allem was ich von ihm gesehen habe. Hut ab.

Dagegen entwickelt sich Ryan Reynolds zum zuverlässigen Flopgaranten. Die Grüne Leuchte will ich schon fast nicht nennen (so grottig kann man Superheldenfilme auch machen), aber auch Selbst ist die Braut war nicht zuletzt dank Ryan unterirdisch. Na gut, da kann der gute Herr Reynolds nix dafür, Guido, was musst Du auch Sandra Bullock Filme gucken, wird der geneigte Kritiker sagen. Aber auch ein eigentlich vergleichsweise intelligent angelegter Klamottentauschfilm wie Wie ausgewechselt leidet deutlich unter seiner ausdruckslosen Riesenfratze. Der Kerl sieht einfach aus wie eine riesige Kartoffel mit Knopfaugen, und Gesichtsausdrücke hat er nicht mehr als Arnold Schwarzenegger.

 

Wo ich grad dabei bin – zum ersten: Dass es richtig gute Komödien mit Jason Bateman gibt, hab ich ja im letzten Beitrag (Kill the Boss z.B., The Hangover MEINE ich nur immer, spiele er mit) schon erwähnt, heute gesellen sich also zwei eher schwache (Wie ausgewechselt und All inclusive) dazu, sowie ein Film, wo Bateman nur in einer kleinen aber feinen Nebenrolle erstrahlt – nämlich Paul, ein Alien auf der Flucht. Aber dessen Klasse liegt natürlich vor allem an den Machern Simon Pegg und Co.

Batman-The-Dark-Knight-Rises-HD-Wallpapers-2Wo ich grad dabei bin – zum zweiten: Dass Superheldenfilme trotz negativster Ausreissen (Grüne Leuchte) immer noch nicht tot sind, hat sich hoffentlich herumgesprochen! The Avengers war sehr brauchbar, weil selbstironischer als vieles andere, aber Batman – The Dark Knight Rises ist für mich DER Film des letzten Jahres überhaupt. Mir fällt einfach kein besserer ein. Intensiv ist garkein Ausdruck, der Chris Nolan Batman Marathon im Heimkino wird das erste Highlight des neuen Wohnzimmers (nein, Schatz, nicht Vampire Diaries oder Twilight 4.2)…

 

Aber es gab noch anderes Gutes bis Sehr Gutes:

  • Dark Shadows war rund, eine Prise zuwenig Klasse angesichts dieser Macher, aber dennoch sehr sehenswert und weit über dem Durchschnitt
  • Prometheus fand ich persönlich heftig, absolut überzeugend und besonders in den leisen Tönen genial. Wie immer in Alien-Filmen ist der Cyborg der Start des Films und hat auch die schönsten Dialoge
  • Cloud Atlas war sehr gelungen, keineswegs zu langatmig, aber auch nicht DAS Filmereignis der letzten Jahre
  • Another Earth und Melancholia waren grad zwei depressive Filme die sich mit der Thematik einer zweiten Erde auseinandersetzten, beide auf ihre Art schön gelungen…
  • James Bond Skyfall war gelungen und packend, das Ende schwächer als der Anfang, der Titelsong schwächer als man erhoffen konnte, aber Bonuspunkte für die Grundstimmung des Films
  • Der kleine Hobbit ( – die ersten 5 Seiten?) war ebenfalls eine schöne Mischung aus ruhigeren und mitreissenden Momenten, Martin Freeman kann man garnicht genug loben

Und ich bin sicher, da ist noch ein ganzer Haufen Anderes, den ich vergessen habe, tut mir leid, Ihr Filmschaffenden, dass ich Eure Machwerke vergessen habe…

 

Nutzen wir Martin Freeman als Überleitung zum Thema Serien (Freeman spielt den Watson in der BBC Serie Sherlock, deren Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch wohl bald die Neuverfilmung von Neil Gaiman’s Neverwhere). Da haben wir auch wieder einiges weggeguckt. Seit Lost irgendwie nichts derart epochales mehr, dass ich es im Einzelnen bewerten müsste, aber durchweg gute Unterhaltung, seien es nun teeniehafte (Vampir Diarrhö) oder weniger teeniehafte (True Blood) Vampirserien, Thrillerkram a la Criminal Minds oder die endlich mal fällige Entdeckung und Durcharbeitung von Doctor Who und Torchwood (für Capt. Jack würde ich schwul werden, ich schwör! ;-)).

 

Aber alles nix gegen ein Epos sondergleichen – Rom. Das hab ich damals irgendwie verpasst. Und seitdem auch nie im Wust der historischen Serien (Spartacus, Spartacus – das Spinoff, die Borgias) ausgemacht, bis mich neulich eine Box mit beiden Staffeln anlächelte. Und diese haben wir uns in Rekordzeit reingezogen (na gut, so schnell wie bei Game of Thrones – erste Staffel ging’s nicht) und wurden nicht enttäuscht – gucken, wer das noch nicht erledigt hat, na los! Hier wird einiges geboten, vor allem aber intensive Darsteller. Marc Anton ist für mich der absolute Star der Serie, eine wahre Freude, James Purefoy hier zuzusehen.

 

So, das soll’s mal gewesen sein, der alte Mann wird müde und braucht sein Sonntagsmittagsschläfchen. Arrivederci!

 

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