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Feb 28

Sind angekommen

UnbenanntDienstag stand nun endlich der Umzug an. Es begann damit dass wir punkt acht Uhr bereit standen aber die Umzugsmänner (5 hatten wir bestellt) zu dritt um fünf nach halb neun eintrafen. Da keiner Deutsch konnte haben sies wohl auch nicht für nötig gehalten uns mit Gesten mitzuteilen dass ihnen die Verspätung leid tat.

Sie kamen auch nur mit nem 50 Kubik- statt mit nem 100 Kubik-Laster. Kommentarlos versteht sich. Irgendwann nach neun kam ein vierter Mann und irgendwann nach zehn dann ein fünfter mit nem zweiten Laster.

Unsere Laune hatte aber schon um viertel nach Acht angefangen zu sinken und sollte an diesem Tag noch ein paar neue Tiefstände erreichen. Zu allem Übel wars auch immer noch bitterkalt. Aber ja, kann man sich ja nicht aussuchen.

Um halb zwölf stand dann fest, die beiden Laster würden auch nicht reichen. Also wurde wohl der Plan gefasst mit einem der beiden zweimal zu fahren. Macht Sinn bei einer Umzugsstrecke von 50 Kilometern pro Richtung. Dann wurde wohl die Idee wach, noch ein Auto zu organisieren und wir sollten schon mal losfahren.

So fuhren wir viertel vor zwölf in Richtung neue Heimat und kamen um halb eins hier an. Viel gab es aber naturgemäss nicht zu tun hier in ner total leeren Wohnung und so warteten wir auf die Wagen und Männer. Und es gab ein riesiges Problem, das wir noch lösen mussten, bevor unsere Sachen kamen. Im Keller war der Boden gestrichen worden und ein Zettel wies darauf hin dass man einen Tag nicht drauf gehen darf. Alarm Alarm. Wir hatten so viel Kram der unstoppbar auf dem Weg hierher war und in den Keller gehören würde. Auch grosse und schwere natürlich. Guido lief sich die Hacken wund und hörte von allen auf dem Bau immer nur: Nein, man darf wirklich nicht drauf. Ich glaub das war der Punkt als es Guido so richtig aushängte und es ihn gewaltig ankotzte. Eine heikle Stunde. Erst ein Anruf beim Architekten erlaubte uns, den Boden nun trotzdem zu betreten, wir sollten einfach nicht irgendwas drüberrollen, also Wägelchen mit Rollen und so.

Die Möbel und Umzugsmänner kamen dann um halb vier. Das Ausladen verlief einigermassen geregelt. Es dauerte einfach ewig. Alles war innert Sekunden dreckig, einer der Vier brauchte drei Stunden um EINEN Schrank aufzubauen, die anderen waren auch nicht grad von der gewieften Sorte. So ergab es sich natürlich dass sie erst alle Kisten reintrugen und erst um sechs anfangen wollten, unser Bett aufzubauen. Der Haken, wir hatten nirgends Lampen. So musste nun das Bett im Dunklen aufgebaut werden während Guido in die Stadt hetzte um Adapter für zwei Lämpchen zu holen damit wenigstens ein bisschen Licht gespendet werden konnte.

Viertel vor Acht war das Theater dann endlich zu Ende und wir ziemlich platt.

Mittwoch morgens kamen dann zwei Elektriker und haben unsere Lampen aufgehängt und das Internet „angemacht“. Das verlief einigermassen reibungslos. Na ja, in einem Raum brach ein Stück Decke raus und wurde vom Elektriker wieder zugeklebt, ansonsten alles i.o und wir hatten Licht, Internet (ja, ausser dem Läppi ist noch kein PC wieder angeschlossen) und sogar Fernsehen.

Das Pech hatte uns aber noch nicht verlassen. Guido kam um kurz vor acht von Regensdorf nach Hause wo er noch Löcher zugespachtelt und letzte Möbel entsorgt hatte und wollte unsere High-End-Dusche austesten was er auch voller Glück und Spass machte. Der nächste Klogang danach liess aber plötzlich Gluckergeräusche entstehen. -> Klos verstopft. Keine Ahnung wovon! Auch in der Nacht und heute Morgen keine Besserung.

Also musste der arme Guido (keine Ironie!) wieder loslaufen und auf der Baustelle hilfe holen. Er trieb zwei Sanitär-Monteure auf die heute Morgen und am Nachmittag bis drei Uhr versuchten, das Problem zu lösen. Ergebnis -> Es läuft gar nichts mehr ab und die Badewanne ist halb voll mit braunem Wasser. Grund genug das Handtuch zu werfen und ein Rohrreinigungsunternehmen zu beauftragen MORGEN zu kommen. Dass hier zwei Menschen mit weltlichen Bedürfnissen wohnen… wen kümmert das? Also in der Not den Architekten wieder angerufen, der hat den Sanitärlern Dampf gemacht, die haben das Rohrreinigungsunternehmen wieder aufgeboten und die kamen jetzt um 20 nach 6. Und Last but not Least: keine 10 Minuten und das Wasser fliesst wieder! Die sind grad draussen und räumen noch auf. Ich mein ZEHN Minuten! Wir konnten den ganzen Tag hier nicht aufs Klo, hätten noch ne Nacht so zubringen sollen und es ist ne Sache von ZEHN Minuten?! Katastrophe.

Heute Nachmittag musste auch noch unsere alte Wohnung abgegeben werden was auch eine RIESEN Katastrophe war und fast rollende Köpfe gegeben hätte. Von Androhungen vor Gericht zu ziehen kann Guido ja erzählen wenn er will.

Fazit: Nie mehr Umziehen! Aber toi toi toi ist das jetzt auch nicht mehr nötig.

 

1 Kommentar

  1. Dina

    *ups*
    Na dann…äh…herzlich willkommen im neuen Heim. Trotzdem. Oder gerade deshalb….

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